Willkommen, Gast! Suche | Aktive Themen | Einloggen | Registrieren

Wie verlaufen die Rahfallen auf den Eselshäuptern? Optionen
Kilian
#1 Geschrieben : Dienstag, 2. Oktober 2018 17:59:39

Rang: Semipro Level 2

Blue medal for Model build: model build
Gruppe: Registered

Mitglied seit: 28.02.2016
Beiträge: 93
Punkte: 285
Wohnort: Hamburg
Hallo Schiffskammeraden,

ich bin zwar noch nicht ganz so weit, aber bald geht es bei mir mit der Takelage los. Jetzt hab ich in weiser Voraussicht schonmal die Anleitung durchgeblättert und komme nicht drauf, wie die Rahfallen genau über die Eselshäupter geführt werden müssen.

Für die Großrah (Seite 535 der Anleitung) sieht es so aus, als wenn ich Löcher in das Eselshaupt bohren müsste, um dort dann die Rahfallen durchzufädeln.
Bei den anderen Segeln sieht es aber so aus, als wenn die Rahfallen nur lose auf den Eselshäuptern aufliegen (Seiten 541, 545, 554, 560, 568, 588).
Wiederum sieht es für die Kreuzmarsrah so aus, als wenn die Rahfallen sich auf dem Eselshaupt kreuzen (Seite 596).

Das Lose Aufliegen kann doch nicht richtig sein, auch wenn wir das ganze mit ein wenig Sekundenkleber dort fixieren können, wird den alten Seeleuten der ganze Kram da ohne Sicherung ja wieder runter fallen. Das mit den extra Löchern in den Eselshäuptern finde ich irgendwie auch nicht richtig, zumal bei den kleineren Eselshäuptern ja auch kaum Platz für extra Löcher ist.
Und über kreuz kommt mir auch nicht so richtig richtig vor.

Was ist also des Rätsels Lösung? Weiß einer von Euch Rat?

echino
#2 Geschrieben : Mittwoch, 3. Oktober 2018 06:29:26

Rang: Pro
Blue medal for Model build: model buildRed Medal: Red Medal
Gruppe: Registered

Mitglied seit: 10.08.2014
Beiträge: 344
Punkte: 1.035
Wohnort: Röhrmoos
Hallo Kilian,

ich habe mal an meinem Modell nachgesehen. Die Marsfallen gehen bei mir durch ein Loch am Eselshaupt in der Nähe vom Mast. Alle andere Fallen werden seitlich am Eselshaupt vorbeigeführt.
In der Realität hatten die Eselshäupter Reepen (Rillen), um die Fallen zu führen. Das kann man aber kaum am Modell erkennen. Auch wurden die Fallen durch Löcher am flachen Teil der Eselshäupter geführt, also wie am Modell am Hauptmars.
Ich habe noch einmal in der mir zur Verfügung stehenden Literatur nachgeschaut. Im 17. Jahrhundert wurden die Fallen nur auf kontinentalen Schiffen über die Eselshäupter geführt. Auf englischen Schiffen wurden sie mit schweren Blöcken gehalten. Hier ist also der Bausatz nicht korrekt. Und die SOTS war wohl kein Beuteschiff BigGrin .

servus
##########################################
Im Bau: Vasa, Revenge 1577

Fertiggestellt: Santa Maria, Peregrine Galley, HMS Victory, HMS Sovereign of the Seas, Soleil Royal
Als Buddelschiff: Hansekogge, Turbinia

##########################################
Kilian
#3 Geschrieben : Donnerstag, 4. Oktober 2018 14:43:13

Rang: Semipro Level 2

Blue medal for Model build: model build
Gruppe: Registered

Mitglied seit: 28.02.2016
Beiträge: 93
Punkte: 285
Wohnort: Hamburg
Moin echino,

Vielen Dank für die Mühen und die Infos.
Dann werd ich wohl am Esleshaupt des Hauptmars bohren, bevor ich die Masten anbringe und den Rest mit Sekundenkleber sichern und mir die Rillen darunter denken :-)

Ich hab die Anleitung jetzt schon ein paar Mal durch und überall Marker dran geklebt, was ich doch besser vor dem Takeln noch anbringen und bohren muss. Die Löcher im Eselshaupt sind da leider nur der kleinste Teil. Und ich hoffe, dass ich nichts übersehen habe.

Naja, jetzt steht die SOTS wohl schon mehrfach in Deutschland, von daher ist sie schon ein Beuteschiff, nur eben umgekehrt ;-)

Vielen Dank nochmal!
Benutzer, die gerade dieses Thema lesen
Guest
Das Forum wechseln  
Du kannst keine neue Themen in diesem Forum eröffnen.
Du kannst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du kannst deine Beiträge nicht in diesem Forum löschen.
Du kannst deine Beiträge nicht in diesem Forum editieren.
Du kannst keine Umfragen in diesem Forum erstellen.
Du darfst nicht bei Umfragen in diesem Forum abstimmen.

Powered by YAF | YAF © 2003-2009, Yet Another Forum.NET
Diese Seite wurde in 0,089 Sekunden generiert.
DeAgostini