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Mayflower Optionen
gulo1984
#1 Geschrieben : Sonntag, 14. Februar 2021 21:35:50

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Einführung

Völliger Wahnsinn! Die Tollwut! Etwas anderes kann mich nicht befallen haben. Nach Modelleisenbahnen, 1:8-Automodellen möchte ich irgendwann noch historische Segelschiffmodelle im 1:64-Maßstab bauen. Ich habe mir schon einige Modelle auf Lager gelegt, zumeist eher günstig erworben. Ich mag die Mischung von Maßstäben nicht, deshalb die Festlegung auf 1:8 bei den Autos bzw. 1:64 bei den Schiffen. Das hat auch den großen Vorteil, daß dadurch die Auswahl eingeschränkt wird – das bremst die Begehrlichkeiten und schont das Hobbybudget. Bei den Holzschiffmodellen in meinem Bestand habe ich Wert darauf gelegt, mich von einfach zu mittel steigern zu können und so mitzulernen, Erfahrungen zu sammeln. D.h., ich wollte mit der „Gjoa“ anfangen und mich dann bis zur „Pegasus“ steigern. Die „Agamemnon“ lasse ich bis auf weiteres außen vor. Da langt momentan das Geld nicht, lieferbar ist sie auch nicht und – ich kann nur hoffen, so alt zu werden und rüstig zu bleiben, daß ich das alles noch bauen kann, was jetzt schon auf Lager ist. Bislang habe ich noch kein Modell angefangen, aber diverse Tutorials und „YouTube“-Filmchen angesehen. Und zeitlich fließen in ein Holzschiffmodell extrem viel mehr Stunden, als z.B. in Etappen-Automodelle. Die „Agamemnon“ bietet nichts anderes als die „Pegasus“, nur ist sie noch größer und hat noch mehr Teile. Z.B. 64 Kanonen statt 18 und ein paar kleine. Mmh.
Als Einsteiger-Option bin ich dann noch auf die Modelle mit Fertigrumpf gestoßen. Erst sollte es die „Catalina“ sein. Die war schon gekauft, dann aber doch nicht mehr lieferbar. „Lockdown“ sei Dank – alle basteln und bauen! Nach der Stornierung fand ich dann die „Mayflower“ eines ehedem alteingesessenen Modellbau-Herstellers. Den Namen gibt es noch, aber der ist in asiatischer Hand und der Werdegang der letzten 20 Jahre ziemlich traurig (das kann man alles bei Wiki nachlesen). Das Modell mit 600 mm Länge und 122 mm Breite wurde von 1967 bis 1989 verkauft. Die Anleitung ist dementsprechend auf 1967 datiert und die technische Basis stammt ebenfalls aus den 1960igern. Lasergeschnittene Teile sucht man hier vergeblich. Was mich lockte, war der Begriff „Schnellbaukasten“ und eben der Fertigrumpf – und daß man diese Bausätze im einschlägigen Versteigerungsportal vergleichbar günstig kaufen kann. Ich bildete mir ein, daß das ein schneller Einstieg und Aufbau werden könnte, so ein paar Wochen und alles ist fertig. Bis ich den Baukasten erhielt. Schnellbaukasten! 1-2 Jahre dürfte der auch in Anspruch nehmen.

Fortsetzung folgt! Für alle von mir verfaßten Texte / Folgen / Beiträge gilt: alle Angaben ohne Gewähr!

Viele Grüße
Gunnar

Fertiggestellt: Ford Shelby Mustang, Porsche RS, VW Käfer-Motor 1:4, Lanz Bulldog, Jaguar E-Type, VW Samba, Aston Martin DB5
Im Bau: Trabant, Rolls Royce Ambassador, Fendt, Manta,
H0-Eisenbahn (=Hobby seit über 30 Jahren)
Im Bestand (alles jungfräuliche Bausätze): diverse 1:8-Auto- und 1:64-Holz-Segelschiffmodelle.
gulo1984
#2 Geschrieben : Sonntag, 14. Februar 2021 22:08:42

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Das Ausschachteln
Der Bausatz, den ich erwerben konnte, war gemäß Beschreibung „leicht angefangen“. Und tatsächlich, es waren nur wenige Teile herausgelöst, einige Kanthölzer auf die Deckplatten ge- und das kleine Beiboot zusammengeklebt. Dafür war alles vorhanden, nichts fehlte, außer den Wasserschiebebildern für die seitlichen, bunten Dekorationen. Aber diese wären vermutlich nach der langen Lagerzeit nicht mehr brauchbar und ich hätte sie ohnehin nicht verwendet, sondern möchte die Dekorationen lackieren. Wasserschiebebilder sind beim genaueren Betrachten als solche erkennbar. Super ist, daß auch die beiden Beschlagsätze vollständig in der Packung lagen! Diese mußten damals separat gekauft werden.

Zum Inhalt: neben dem schon erwähnten, sehr schön ausgeführten Fertigrumpf aus Balsaholz finden sich diverse, mit den Einzelteilen bedruckte Sperrholzplatten. Diese sind teilweise vorab eingeritzt, so daß sich die Teile mit einem scharfen Messer herauslösen lassen sollen. Andere müssen komplett mit der Laubsäge herausgetrennt werden. Wir ziehen Zwischenbilanz: der Fertigrumpf spart Zeit. Er muß nur etwas geschliffen, gefüllert bzw. grundiert und später lackiert werden. Das dürfte schneller gehen, als Spanten zu kleben, zu „straken“ und einfach oder doppelt zu beplanken, womöglich noch Kupferplättchen aufzubringen. Auch die Deckbeplankung besteht aus wenigen, großen Teilen, was die Montage vereinfacht und beschleunigt. Dafür dürfte das Laubsägen einige Zeit beanspruchen.
Was findet sich noch: diverse Profilhölzer (z.B. für die Masten), verschiedene Garne für die Takelage, eine relativ ausführliche Anleitung mit einer sehr detaillierten Stückliste und zwei große 1:1 Pläne. Davon zeigt einer eine sogar farbige Takelage-Anleitung. Und das war es dann auch schon mit „schnell“. Sicherlich ist dieser „Mayflower“-Bausatz ein gutes Einstiegsmodell. Es gibt aktuell von diesem Vorbild auch Modelle andere Hersteller, dann noch aufwendiger (und nicht in 1:64). Laut Beschreibung war die „Mayflower“ schon 1967 das am meisten in unterschiedlichen Ausführungen angebotene Modell. Aber schnell wird da gar nichts gehen, nur etwas schneller, als bei Spantenmodellen. Am meisten Zeit dürfte nämlich die Takelage verschlingen, und die wird auch bei diesem Modell nicht einfacher als bei anderen. D.h., 1-2 Jahre Bauzeit werden wohl auch für diesen Bausatz anzusetzen sein. Wie bei allem ist da auch die Art der eigenen Ausführung maßgeblich – man kann mehr oder weniger Details hinzufügen und sich vermutlich auch 10 Jahre mit einem solchen Modell beschäftigen.

Egal, irgendwann werde ich mit diesem Modell beginnen und dann vielleicht hier auch einen Baubericht darüber veröffentlichen.
Was ich nicht vergessen möchte: im Bausatz finden sich auch noch schön auf Leinenstoff bedruckte Segel.


































Viele Grüße
Gunnar

Fertiggestellt: Ford Shelby Mustang, Porsche RS, VW Käfer-Motor 1:4, Lanz Bulldog, Jaguar E-Type, VW Samba, Aston Martin DB5
Im Bau: Trabant, Rolls Royce Ambassador, Fendt, Manta,
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Im Bestand (alles jungfräuliche Bausätze): diverse 1:8-Auto- und 1:64-Holz-Segelschiffmodelle.
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