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Arbeitsplatz für Airbrush Optionen
Siberius
#1 Geschrieben : Dienstag, 25. April 2017 22:36:01

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Wohnort: Elmshorn
Hallo zusammen,

ich habe eine Anfängerfrage zum Thema Arbeitsplatzgestaltung zum Airbrushen, die ich mir noch nicht beantworten konnte. Ich habe zwar einige Jahre Miniaturbemalungserfahrung, betrete mit der Airbrush jetzt für den Falken doch Neuland.

Die Grundierung werde ich in einem Keller bei Verwandten machen können, da kann ich alles einnebeln.

Was mir Kopfzerbrechen bereitet ist das Thema Farbnebel bei dem späteren, eigentlichen Brushen. Ich werde ausschließlich Acrylfarben einsetzen. In den Videos die ich bisher gesehen habe (Steve Dymszo), war keine Absaugvorrichtung zu sehen - ich vermute, dass diese bei einem Modell dieser Größe auch nicht ordentlich genutzt werden könnte, sofern die Ober- bzw. Unterseite am Stück bearbeitet werden.

Muss ich befürchten, dass mir der Farbnebel die Mietwohnung verschandelt? Wird meine Frau ihre Nähmaschine im selben Zimmer noch nutzen können Glare oder muss ich befürchten, das sich überall eine Farbdecke drauflegt?

Alles, was ich zur Zeit habe ist ein kleiner Lötdampfabsauger, der auch schon ein paar Partikel filtern könnte. Einen entsprechenden Atemschutz würde ich mir noch zulegen.
Habe auch schon überlegt, aus drei dünnen Spanplatten mit ein paar Scharnieren eine leicht verstaubare Sprühbox mit etwa 50 cm Höhe zu bauen, um zumindest in direkter Sprührichtung soviel wie möglich abzufangen. Sinnvoll? Confused

Wenn sich die Farbe doch in der Wohnung absetzt - ist sie dann einfach abzureinigen? Ich vermute ja, dass die Farbe sich nur noch als Staub absetzt und die flüssigen Bestandteile sich bis dahin verflüchtigen, so dass ein einfaches Abwischen reicht - aber wie gesagt: Die Praxis fehlt mir.

Alternativ kann ich zumindest in den Sommermonaten auf der Dachterasse arbeiten - für das Finish im Q1 2018 wird das aber wohl keine Option ;).

Beste Grüße
Siberius
The Hui
#2 Geschrieben : Mittwoch, 26. April 2017 06:06:18

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Moin.

Das ist ein Thema über das man so lange diskutieren kann wie man braucht um den Falcon zu bauen. Hier mal einige Infos wie es bei mir läuft:

1.
Ich arbeite in meiner Werkstatt, da wo auch gebohrt, gesägt, geschliffen wird (kein Modellbau). Da ist es manchmal etwas zu dreckig für saubere Lackierungen. Man sollte jedenfalls nicht direkt danach den Nachttisch abschleifen...

2.
Ich benutze eine Lackierkabine wie diese hier: Lackierkabine
Ohne Ableitung der Dämpfe nach außen und ohne Beleuchtung.
Läuft die Absaugung, ist die Geruchsbelästigung wesentlich geringer. Farbnebel ist mir außerhalb auch noch nie aufgefallen. Na ja, dreckige Werkstatt halt.

Kleine Teile lassen sich hier super lackieren. Mit Drehteller und doppelseitigem Klebeband und mindestens 3-4 dritte Hände geht das echt super. Die Schalen des Falcon passen natürlich nicht rein.

3.
Zur Reinigung unbedingt eine Reinigungsstation benutzen. Das ist nur ein Glas in das man dann reinsprüht und wo die Dämpfe noch einmal gefiltert werden. Auch das bringt viel.

4.
Luftdruck und Viskosität beachten! Hält man den Druck schön niedrig, gibt es auch kaum Nebel und man kann auch auf dem Wohnzimmertisch lackieren. Bitte nicht wörtlich nehmen Cool . Aber vom Prinzip stimmt es. Lackieren mit Vollgas nebelt die ganze Bude ein und kostet Unmengen an Farbe. Niedriger Druck wohldosiert, und du kannst fast ohne Nebel feine Linien Zeichnen auch ohne das Modell abzukleben. Ist natürlich alles Übungssache.

Ich denke es ist Problemlos Möglich in einer Mietswohnung zu lackieren, aber sauberes Arbeiten ist hier Grundvoraussetzung! Da hapert es bei mir leider manchmal. Hab schon das ein oder andere Glas mit Farbe oder Verdünner umgeworfen Crying. Ich hätte lieber einen eigenen Lackierraum, aber eher weil meine Grobschlosserwerkstatt einfach manchmal zu dreckig ist.

Trotz alle dem ist die Geruchsbelästigung leider recht hoch. Eventuell hilft da noch sogenannte geruchsfreie Verdünnung. Habe ich aus dem Künstlerbedarf, aber noch nicht für Airbrush verwendet.

Ansonsten benutze ich (fast) immer Tamiya Farben unverdünnt. Meine Airbrushpistole ist von Aztec im Holzkasten mit verschiedenen Düsen.
Siberius
#3 Geschrieben : Mittwoch, 26. April 2017 21:54:04

Rang: Newbie

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Mitglied seit: 10.01.2016
Beiträge: 3
Punkte: 9
Wohnort: Elmshorn
Hallo The Hui,

vielen Dank für die sehr ausführliche Antwort - das hilft mir sehr weiter, insbesondere da ich bis dato davon ausgegangen bin, das Acrylfarben idr. wässrige Basis haben und ich den Geruchspunkt geflissentlich übergangen habe.

Neben einer erweiterten Einkaufsliste werde ich zunächst sachte mit der Materie anfangen und ggf. doch versuchen, auf andere Räumlichkeiten auszuweichen.
Ggf. stelle ich mir aber doch auch gleich so eine Lackierkabine hin - hab mir zum Üben ein MPC X-Wing zugelegt, der sollte da reinpassen :).

Beste Grüße
Siberius
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